Löss-Böden

Das Besondere der Böden aus Löss ist auch fühlbar. Sie fühlen sich beim Reiben zwischen den Fingern mehlig an. Der Eindruck von Mehl entsteht durch die ziemlich einheitliche Korngröße des Löss von etwa 0,04 Millimeter. Damit sind Lösskorner fast zu klein für das bloße Auge. Sie sind aber groß genug, um außerordentlich viele mittelgroße Poren zu bilden, die sehr große Mengen Wasser speichern können. Dieses Wasser ist genau so stark gebunden, dass es noch gut pflanzenverfügbar bleibt. Da Löss die zahllosen Mittelporen besitzt und keine Steine enthält, erwärmt er sich langsam, kann aber die Wärme sehr gut speichern. Die legendäre Fruchtbarkeit der Lössböden ist auf ihre Entstehung zurückzuführen. Zuerst zermahlten die eiszeitlichen Gletscher alles, was sie unter sich begraben konnten. Der Mahlgrad reichte dabei von sehr grob bis „mehlfein“. Eben diese feinen Körner und nur diese verwehte dann der Wind kilometerweit. Das Ergebnis dieses Sortierens und Transportierens sind viele Meter mächtige Lössablagerungen.

Diese, vor weniger als 2 Millionen aber mehr als 10.000 Jahren frisch gemahlenen Lösspartikel, die noch nie der Verwitterung ausgesetzt waren, setzen nun bis heute reichlich Nährstoffe durch Verwitterung frei. Aus dem was freigesetzt wird, können sich dann Tonminerale bilden. Diese erhöhen ihrerseits die Fruchtbarkeit, da sie Nährstoffe pflanzenverfügbar binden.
Löss verschlämmt leicht und ist schon auf leichten Hängen von Abschwemmung bedroht. Löss lässt sich leicht bearbeiten. Demzufolge liegen die meisten „Weinberge“ aus Löss auf ebenen Flächen oder wurden wie am Kaiserstuhl teils vor Jahrhunderten mit Hacke und Schaufel oder in den letzten Jahrzehnten mit Hilfe von Bulldozern terrassiert. Fast immer sind so durch tiefes Bearbeiten Rigosole entstanden oder der technische Eingriff im Großmaßstab hat noch kaum entwickelte Rohböden hervorgebracht.

Die moderne Seite des Weinbaus auf Löß: die Großterassen im Kaiserstuhl, Bulldozer vernichten das was Bodenbildung in Jahrtausenden schuf, formen maschinell rationell bearbeitbare Ebenen mit Rohböden mit einem Kleinklima, das keine Spitzenweine zulässt.

Die moderne Seite des Weinbaus auf Löß: die Großterassen im Kaiserstuhl, Bulldozer vernichten das was Bodenbildung in Jahrtausenden schuf, formen maschinell rationell bearbeitbare Ebenen mit Rohböden mit einem Kleinklima, das keine Spitzenweine zulässt.

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