Böden aus Vulkangestein

Eine heiße Sache sind die steinreichen Vulkanverwitterungsböden im Kaiserstuhl. Die Entstehung des vulkanischen Ausgangsmaterials vor etwas 15 Millionen Jahren war eine äußerst feurige Angelegenheit, aber auch derzeitig heizen sich diese Böden aus vulkanischem Gestein an heißen Sommertagen mächtig auf. Die heutige Hitzeentwicklung fördern die dunklen magmatischen Steine an der Bodenoberfläche. Die schwarz färbenden Humusbestandteile der Oberböden tragen ebenso zu hohen Bodentemperaturen bei. Dabei heizen sich diese Böden nicht nur rasch auf, sie speichern auch die Wärme außerordentlich gut. Schließlich ist nicht nur der humose Boden porös, sondern auch die magmatischen Steine weisen Poren auf. Vulkanverwitterungsböden sind selten. Sie sind nur in Steillagen zu finden, also dort, wo der eiszeitliche Löss durch Wassererosion längst abgetragen ist.

Dadurch sind die Vulkanverwitterungsböden flachgründig und können nur wenig Wasser speichern. Tatsächlich wird die Trockenheit durch die hohen Temperaturen noch verstärkt. Das bedeutet Streß für die Reben. Die Weinstöcke wachsen weniger, lagern früh Reservestoffe ein und bilden herz- und kreislaufstärkende Stoffe. Davon profitieren die Qualität der reifenden Rotweintrauben und die Gesundheit der Genießer. Die sehr gering entwickelten Böden, bei denen der humose und steinige Oberboden direkt auf weitgehend kalkfreiem Gestein aufliegt, werden Ranker genannt. Ein Tiroler wird sofort verstehen warum, denn in Tiroler Mundart ist „Rank” die Bezeichnung für Berghang.

Die anderen Text zum Thema Wein und Boden: